INTERGEO 2026: Wie Laserscanning zur Grundlage für Management und Entscheidungen wird

INTERGEO 2026: Wie Laserscanning zur Grundlage für Management und Entscheidungen wird

ScanM2 war auch in diesem Jahr wieder auf der INTERGEO vertreten, die diesmal in München stattfand. Für uns bietet die Messe die Gelegenheit, Partner zu treffen, neue Technologien und Geräte kennenzulernen und zu sehen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt. In diesem Jahr haben wir außerdem zwei eigene Softwarelösungen vorgestellt, die aus unserer praktischen Erfahrung entstanden sind.

ScanM2 Messestand mit ScanTrack und ERP auf der INTERGEO 2026 in München

Eigene Lösungen von ScanM2: ERP und ScanTrack

Die erste Lösung ist unser ERP-System. Es unterstützt uns bei der Verwaltung einer großen Anzahl von Projekten: von der Planung der Teamkapazitäten über die Kontrolle von Terminen und Finanzen bis hin zur Koordination von Auftragnehmern, Geräten und Geschäftsreisen.

Ursprünglich haben wir das System für unsere eigenen Anforderungen entwickelt, um operative Herausforderungen zu lösen, die mit dem Wachstum des Unternehmens entstanden sind. Heute wird aus dieser Erfahrung ein Produkt, das wir auch anderen Unternehmen der Branche anbieten können.

Die zweite Lösung ist ScanTrack – ein System zur Aufgabenverteilung und Arbeitssteuerung direkt innerhalb einer 3D-Tour. Nutzer können eine konkrete Stelle im Objekt markieren, eine Aufgabe erstellen, eine verantwortliche Person zuweisen und den Bearbeitungsstatus verfolgen. Die ausführende Person sieht sofort, wo genau die Arbeit durchgeführt werden muss und was zu erledigen ist.

ScanTrack – Aufgabenverwaltung direkt in einer 3D-Tour

ScanTrack lässt sich weit über den klassischen Baubereich hinaus einsetzen. Mögliche Anwendungen sind der Gebäudebetrieb, die Instandhaltung von Industrieanlagen, die Koordination von Arbeiten in Produktionsbetrieben sowie das Aufgabenmanagement in Lager- und Logistikstandorten.

Dieser Ansatz ermöglicht es, Teams zu koordinieren und Ergebnisse aus der Ferne zu kontrollieren, während jede Aufgabe visuell mit ihrer exakten Position im realen Objekt verknüpft bleibt.

Welche Erkenntnisse habe ich von der INTERGEO mitgenommen?

Nach unserer Einschätzung waren auf der INTERGEO rund 45 Hersteller von Scannern vertreten. Das zeigt deutlich, wie groß die Auswahl an Geräten inzwischen geworden ist. Der Wettbewerb nimmt zu, günstigere Lösungen kommen auf den Markt und die Einstiegskosten in dieses Geschäftsfeld sinken schrittweise.

Gleichzeitig haben wir unter den vorgestellten Lösungen keinen grundlegenden technologischen Sprung gesehen, der unsere bisherige Arbeitsweise beim Laserscanning grundlegend verändern würde. Die Geräte werden kontinuierlich weiterentwickelt, viele Verbesserungen erfolgen jedoch schrittweise.

In unserer eigenen Arbeit erreichen wir unter geeigneten Aufnahmebedingungen bereits Genauigkeiten von etwa 2 mm. Für uns bedeutet Weiterentwicklung deshalb nicht nur höhere Genauigkeit, sondern auch schnellere Projektabwicklung, zuverlässige Ergebnisse, effizientere Datenverarbeitung und vor allem eine praktische Nutzung der erfassten Daten.

Einen ähnlichen Eindruck hatten wir beim mobilen Laserscanning. In diesem Bereich gibt es etablierte Hersteller und Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle. Wir testen weiterhin verschiedene Geräte und bewerten ihre Eignung unter realen Projektbedingungen. Auf der diesjährigen Messe haben wir jedoch keine Entwicklung gesehen, die für uns einen so grundlegenden Durchbruch darstellt, dass wir unseren bisherigen Ansatz wesentlich verändern würden.

ScanM2 Team auf der INTERGEO 2026 in München

Der wichtigste INTERGEO-Trend: Werkzeuge für bessere Entscheidungen

Für mich war einer der deutlichsten Trends auf der INTERGEO die Entwicklung von Werkzeugen, die eine fundierte Entscheidungsfindung unterstützen.

Große Hersteller entwickeln zunehmend eigene digitale Ökosysteme. Punktwolken, 3D-Touren, BIM-Modelle und Werkzeuge für die Zusammenarbeit werden in einer gemeinsamen Umgebung zusammengeführt. Dort können Auftraggeber ein Objekt analysieren, Änderungen besprechen, Aufgaben zuweisen und Prozesse steuern. Diese Entwicklung ist unter anderem bei den Lösungen von Trimble, Leica und FARO deutlich zu erkennen.

Der tatsächliche Wert erfasster Daten zeigt sich dann, wenn sie dabei helfen, eine Situation besser zu verstehen und konkrete Entscheidungen zu treffen: Was muss geändert werden? Wo sind Reparaturen erforderlich? Wer soll die Arbeiten ausführen? Und wie lässt sich das Ergebnis anschließend überprüfen?

Yauheni Ramanchuk, CEO und Gründer von ScanM2, bei einer Präsentation auf der Hauptbühne der INTERGEO 2026

Wohin entwickelt sich ScanM2?

Bei ScanM2 verfolgen wir dieselbe Richtung. Wir analysieren und testen weiterhin neue Geräte, optimieren unsere eigenen Prozesse und entwickeln Produkte, die unseren Kunden dabei helfen, ihre Objekte und Projekte effizient zu verwalten.

Die INTERGEO in München hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere eigene Vision mit der Entwicklung des Marktes abzugleichen und die nächsten Schritte festzulegen.

Vielen Dank an alle, die unseren Messestand besucht, unsere Lösungen kennengelernt und ihre Herausforderungen mit uns geteilt haben. Wir freuen uns darauf, Sie künftig als Kunden oder Partner von ScanM2 begrüßen zu dürfen.

Yauheni Ramanchuk
CEO und Gründer von ScanM2

Wir arbeiten in Städten auf der ganzen Welt